Sunday, 27 December 2009 00:00

Statuten der Hubbard Association Scientology International – kurz HASI

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Statuten des Vereins
Hubbard
Association of Scientologists
International

I. Name, Sitz und Geschäftsjahr

  1. Unter dem Namen Hubbard Association Scientology International – abgekürzt HASI und im Folgenden "Verein" genannt – besteht ein Verein gemäss Artikel 60 - 79 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) als juristische Person.

  2. Der Verein besteht auf unbestimmte Dauer.

  3. Der Verein verfolgt ausschließlich gemeinnützige Ziele und Zwecke und bemüht sich um entsprechende Anerkennung durch die Steuerverwaltung.

  4. Sitz des Vereins ist der Wohnort der PräsidentIn, wenn diese in der Schweiz wohnt, sonst legt der Vorstand durch Mehrheitsbeschluß den Vereinssitz innerhalb der Schweiz fest.

  5. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

  6. Die Kommunikation innerhalb des Vereins erfolgt in Deutsch und Englisch.

II. Ziele

Die übergeordnete Zielsetzung der HASI wurde am 1. September 1954 von L. Ron Hubbard wie folgt formuliert:

to establish a religious fellowship and association for research into the spirit and the human soul and the use and dissemination of Scientology materials.

Zu Deutsch:

Der Zweck des Vereins liegt in der Etablierung einer religiösen Mitgliedschaft und Vereinigung, um den Geist und die menschliche Seele zu erforschen und um die Scientology Materialien zu verwenden und zu verbreiten.

Der Verein ist eine Religionsgemeinschaft (Kirche). Der Zweck der Kirche ist die Pflege und Verbreitung der Scientology und ihrer Lehre. Die Scientology sieht es als ihre Mission und Zielsetzung an, den Menschen Befreiung und Erlösung im geistig-seelischen Sinn zu vermitteln, wodurch sie eine Verbesserung möglichst vieler und zahlreicher Mitglieder in sittlicher, ethischer und spiritueller Hinsicht bewirken will, so daß wieder gegenseitiges Verstehen und Vertrauen unter den Menschen herrscht und eine Gesellschaft ohne Krieg, ohne Wahnsinn und ohne Kriminalität geschaffen wird; eine Gesellschaft, in der sich der Mensch gemäß seinen Fähigkeiten und seiner Rechtschaffenheit entwickeln kann; eine Gesellschaft, in der der Mensch die Möglichkeit hat, sich zu höheren Ebenen des Seins zu entwickeln.



III. Aufgaben

Die Mitglieder sollen durch Beispiel und Vorbild in der Gemeinschaft aller und in sittlicher und moralischer Hinsicht auf das gedeihliche Zusammenleben in der menschlichen Gemeinschaft wirken.

Der Verein soll die Scientology vorstellen, bekannt machen, verbreiten, ausüben, sowie ihre Reinheit und Unversehrtheit erhalten und bewahren mit dem Ziel, daß jede Person, die die Mitgliedschaft imVerein oder die Teilnahme an Scientology wünscht, den von L. Ron Hubbard aufgezeigten Weg der Erlösung gehen kann, so wie er es in seinen Schriften und anderen aufgezeichneten Werken bezüglich der Scientology Technologie und Scientology Organisation – allgemein als "die Schriften" bezeichnet – beschrieben hat. Die Grundgedanken dieser Schriften werden in den folgenden Absätzen zusammengefaßt:

Wesen der Scientology

Die Scientology versteht sich in der Tradition der ost-asiatischen Religionen, insbesondere des Buddhismus, Taoismus, des Hinduismus, der Veden. Ihre historischen Bindungen sieht sie vor allem im Früh-Buddhismus (Hinayana). Sie ist eine direkte Fortsetzung des Werkes von Gautama Siddharta Buddha.

In dieser Tradition versteht sich die Scientology Lehre als Erlösungsreligion. Sie will dem Menschen den Zustand vollständiger geistiger Freiheit von dem endlosen Kreislauf von Geburt und Tod vermitteln und ihn von seinen Banden im physischen Universum befreien.

Die Scientology will dem Menschen Weisheit vermitteln im Sinne von Wahrheit, die Erlösung bringt. Denn diese Weisheit benötigt er, um nicht erneut seelisch unfrei zu werden. In diesem Sinne versteht sie sich auch als Weisheitslehre.

Die Scientology ist ein überkonfessionelles Bekenntnis im Sinne eines allumfassenden Bekenntnisses. Gemäß ihrer buddhistischen Tradition toleriert sie die Mitgliedschaft in anderen Religionen und macht keinen Unterschied nach Klasse, Rasse oder Religionszugehörigkeit. Ihr Anliegen ist die Erlösung aller Menschen gleich welcher Rasse oder Herkunft.

Nach der Scientology Lehre vollzieht sich das geistige Leben nach definierbaren exakten Gesetzmäßigkeiten, welche Ausdruck einer höheren Ordnung sind, die die physikalischen Gesetzmäßigkeiten erst bedingen. Diese axiomatischen Wahrheiten liegen allem Leben zugrunde und bieten dem Menschen die Antwort auf die immerwährenden Fragen nach seinem "Woher" und "Wohin". Sie bilden die Grundlage der Scientology Seelsorge.

Der Erlösungsweg ist ein schrittweiser Weg des Einzelnen zurück zu einem Zustand totaler Göttlichkeit, vom endlichen Universum weg in Richtung auf das unendliche Universum, die Ewigkeit. Der einzelne findet die Erlösung seiner selbst durch eigene Anstrengung und Finden der in ihm selbst wohnenden Wahrheiten.

Jeder Mensch ist als Geistseele zum Verständnis des Kosmos und seines Schöpfers, zur Erlösung von seinen Beschränkungen, zur Unsterblichkeit und zur Göttlichkeit berufen. Der Weg zu diesem Verständnis liegt in ihm selbst.

Die Erlösung des Menschen ist untrennbar verknüpft mit einer Vervollkommnung des Menschen in ethischer und sittlicher Hinsicht und geht einher mit seiner Selbstfindung bezüglich der acht grundlegenden Überlebensantriebe ("Dynamiken" genannt), d.h. bezüglich

  • seiner selbst,

  • bezüglich seiner Familie,

  • seiner Gruppe oder Gemeinschaft und der Gesellschaft im allgemeinen,

  • bezüglich der Menschheit als Ganzes,

  • der Pflanzen- und Tierwelt,

  • bezüglich alles Materiellen (physikalisches Universum),

  • alles seelischen und geistigen, Lebens und

  • letztlich bezüglich des Ewigen, Unsterblichen und höchsten Inbegriffs aller Göttlichkeit.

Glaubensbekenntnis und Kernaussagen

Der Glaube der Scientology Kirche beinhaltet zusammengefasst folgende zentrale Aussagen:

  • Jedes menschliche Wesen ist eine unsterbliche Geistseele – ein Thetan der den Körper bewohnt.

  • Dieser Thetan lebt ewig und kann sich nach jedem körperlichen Tode wiederverkörpern.

  • Von einem Zustand absoluter Vollkommenheit und Wahrheit ist die Seele des Menschen im Laufe ihrer langen Existenz im Universum aufgrund mangelnder Weisheit und mangelnder Ethik degradiert (versklavt) zu einem Punkt, wo sie sich selbst für Materie hält und sich ihrer geistigen Existenz kaum noch bewußt ist.

  • In jedem menschlichen Wesen schlummern göttliche Qualitäten, die zu wecken es bestimmt ist. Das Göttliche wird als Verwirklichungsmöglichkeit und -aufgabe des Menschen angesehen, das er hier und jetzt erstreben kann. Der Thetan ist von Grund auf gut und erst durch Verwirrungen wird er unvernünftig.

  • Der Thetan ist grundsätzlich ursächlich bezüglich aller Bereiche des Lebens. Das Maß seines ethischen Lebenswandels in der Vergangenheit und der Gegenwart bestimmen sowohl in körperlicher als auch in geistiger Hinsicht sein jetziges und zukünftiges Überleben und Dasein.

  • Der Thetan kann durch Erkenntnis der eigenen Ursächlichkeit von allen seinen Verstrickungen erlöst und gerettet werden.

  • Der Thetan ist mit allen Wesen und Dingen in seinem Streben nach Überleben unlösbar verbunden. Die Erreichung völliger Freiheit und Erlösung ist unabdingbar ebenso mit dem Bewußtsein des Verbundenseins mit allen acht Bereichen des Überlebens (acht Dynamiken) verknüpft, was die Familie, die Umwelt, alle Lebewesen, das Universum, alles Geistige und Gott mit umfaßt.

Aus diesen grundlegenden Überzeugungen heraus resultiert das Glaubensbekenntnis der Scientology Kirche:

Das Glaubensbekenntnis der Scientology Kirche

Wir von der Kirche glauben:

  • Daß alle Menschen, welcher Rasse, Farbe oder welchen Bekenntnisses sie auch sein mögen, mit gleichen Rechten geschaffen wurden.

  • Daß alle Menschen unveräußerliche Rechte auf Ihre eigenen religiösen Praktiken und deren Ausübung haben.

  • Daß alle Menschen unveräußerliche Rechte auf ihr eigenes Leben haben.

  • Daß alle Menschen unveräußerliche Rechte auf ihre geistige Gesundheit haben.

  • Daß alle Menschen unveräußerliche Rechte auf ihre eigene Verteidigung haben.

  • Daß alle Menschen unveräußerliche Rechte haben, ihre eigenen Organisationen, Kirchen und Regierungen zu ersinnen, zu wählen und zu unterstützen.

  • Daß alle Menschen unveräußerliche Rechte haben, frei zu denken, frei zu sprechen, ihre eigenen Meinungen frei zu schreiben und den Meinungen Anderer zu entgegnen oder sich darüber zu äußern oder darüber zu schreiben.

  • Daß alle Menschen unveräußerliche Rechte haben, ihre eigene Art zu schaffen.

  • Daß die Seelen der Menschen die Rechte der Menschen haben.

  • Daß das Studium des Verstandes und die Heilung der mental verursachten Krankheiten von Religion nicht entfremdet oder an nichtreligiöse Gebiete gegeben werden sollte.

  • Daß keine Instanz außer Gott die Macht hat, diese Rechte aufzuheben oder außer Acht zu lassen, sei es öffentlich oder verborgen.

Und wir von der Kirche glauben:

  • Daß der Mensch grundsätzlich gut ist.

  • Daß er danach trachtet, zu überleben.

  • Daß sein Überleben von ihm selbst und von seinen Mitmenschen und von seinem Erreichen der Bruderschaft mit dem Universum abhängt.

  • Daß die Gesetze Gottes dem Menschen verbieten, seine eigene Art zu zerstören, die Gesundheit des Anderen zu zerstören, die Seele eines Anderen zu zerstören oder zu versklaven und das Überleben seines Kameraden oder seiner Gruppe zu zerstören oder zu reduzieren.

Und wir von der Kirche glauben:

  • Daß der Geist gerettet werden kann und daß der Geist allein den Körper retten oder heilen kann.

Verwirklichung der Zwecke des Vereins

Der in diesen Statuten festgelegte Zweck wird verwirklicht insbesondere durch:

  1. Gründung, Aufbau und Unterhalt einer Gemeinde und seiner Verwaltung für die Unterrichtung und für die Ausübung der Scientology sowie für die Verbreitung der religiösen Lehre der Scientology Kirche durch Wort, Schrift, Bild, Ton und Beispiel.

  2. Missionierung durch Werbung und Gewinnung von Mitgliedern, Werbung für die religiösen Dienste der Kirche und Ihrer religiösen Schriften in der Gesellschaft.

  3. Verbreitung von einschlägigen Schriften über die Scientology. Unter Schriften sind in erster Linie die schriftlichen, auf Tonband oder anderen Kommunikationsträgern aufgezeichneten Werke des Religionsgründers L. Ron Hubbard in Bezug auf die Scientology Lehre und Scientology Kirche gemeint.

  4. Abgabe und Überlassung von Schriften und religionsspezifischen Materialien wie Bücher, Seminarmaterialien, Insignien und auf Tonband und anderen Kommunikationsträgern aufgezeichneten Werken zur Durchführung des Studiums der Scientology und für die Anwendung der Scientology in der Seelsorge.

  5. Praktische Seelsorge, damit ist gemeint die geistliche Beratung (Auditing) durch die Anwendung der religiösen Übungen der Scientology sowie die Beratung und Unterstützung auf ethischem Gebiet.

Das Auditing wird durchgeführt von Geistlichen, ehrenamtlichen Geistlichen und Studenten der Scientology während ihres Studiums und durch den Kaplan oder andere dafür qualifizierte und eingesetzte Personen. Für die Beratung auf ethischem Gebiet ist insbesondere der Beauftragte für Ethikangelegenheiten zuständig.

6. Abhaltung von einführenden und grundlegenden Seminaren und Kursen zur Förderung und Unterstützung des Mitglieds in seinem Bestreben, die religiösen Ziele zu erreichen.

7. Ausbildung und Studium in der Scientology bezüglich ihren Lehren und Übungen, Ausbildung von Geistlichen, ehrenamtlichen Geistlichen und ehren- und hauptamtlich tätigen Mitgliedern zum Zwecke der Verbreitung der religiösen Lehre und ihrer Anwendung.

8. Gründung, Aufbau und Unterhalt geeigneter Kirchenstätten für die Unterrichtung in der Scientology und ihrer Anwendung, insbesondere durch:

a) Vermittlung der Grundsätze der Scientology, ihrer Lehren, Kodizes und religiösen Hintergründe,

b) Unterricht in den für die Scientology Kirchen entwickelten Richtlinien über Aufbau, Weiterführung und Leitung von Gemeinden und deren haupt- und ehrenamtlichen Mitgliedern;

c) Abhalten von entsprechenden Praktika, um sowohl die Anwendung der Scientology Technologie als auch die Verwaltung von Scientology Aktivitäten zu üben.

9. Gründung, Aufbau und Unterhalt geeigneter Kirchenstätten für die religiösen Übungen der Scientology, die die folgenden Betätigungen umfassen:

a) geistliche Beratung (auch Auditing genannt), andere geistliche Übungen zum Zwecke der Seelsorge und der Erreichung der angestrebten religiösen Ziele;

b) Beichten;

c) Beratung, Anleitung und Übung in ethischem Verhalten;

d) Andachten und Gebetstage;

e) Durchführung von Namensgebungs-, Trauungs- und Bestattungsfeiern;

f) Ordination von Geistlichen zur Wahrnehmung der seelsorgerischen Aufgaben.

10. Durchführung von Veranstaltungen für Mitglieder und Nichtmitglieder, um über die Scientology und ihre religiösen Praktiken zu informieren und die Unterhaltung von hierfür geeigneten Informationszentren.

11. Betreuung der Mitglieder und die Durchführung kirchlicher Dienste zur seelsorgerischen Betreuung. Zu diesem Zweck ist die Kirche befugt, Geistliche zu beauftragen, die die kirchlichen Erfordernisse zur Ausübung ihres Amtes erfüllen.

  1. Leitung und Verwaltung von Gemeinden, um die Scientology und seine Aktivitäten zu koordinieren, zu leiten, zu schützen und gegenüber der Öffentlichkeit darzustellen.

  2. Gründung, Aufbau und Unterhalt ordensähnlicher Gemeinschaften zum Zwecke der Weiterverbreitung der Glaubensinhalte und zur Betreuung der Kirchenstätten.

  1. Verwaltung der Mittel des Vereins.

  2. Der Verein ist befugt, alle mit dem Gesetz und ihrem Zweck zu vereinbarenden Tätigkeiten zur Verwirklichung seiner religiösen Mission und Aufgabe zu entfalten.

Geistlichkeit der Scientology Kirche

  1. Die seelsorgerischen Aufgaben der Kirche werden durch Geistliche, ehrenamtliche Geistliche und in beschränktem Umfang von Studenten der Geistlichkeit wahrgenommen. Geistliche werden nach den innerkirchlichen Bestimmungen ordiniert.

  2. Diese Geistlichen nehmen aufgrund Ihrer Ausbildung und ihrer Verantwortung für das Wohl der Gemeindemitglieder eine Sonderstellung innerhalb der Gemeinde ein. Ihnen allein obliegt die seelsorgerische Betreuung der Gemeindemitglieder.

  3. Diese Geistlichen, einschließlich der ehrenamtlichen und der Studenten der Geistlichkeit, unterliegen der absoluten Verschwiegensheitspflicht hinsichtlich der Ihnen im Rahmen der Seelsorge (Auditing, Ethikberatung und sonstige seelsorgerischen Gespräche) von Seiten der Mitglieder mündlich und schriftlich mitgeteilten Informationen. Dies gilt auch für Hilfskräfte im seelsorgerischen Bereich der Kirche. Die Geistlichen, einschließlich der ehrenamtlichen Geistlichen und der Studenten der Geistlichkeit, unterliegen dem Auditoren-Kodex und haben diesen jederzeit zu befolgen.

  4. Ordinierte Geistliche, allein sind befugt, die Namensgebungs -, Trauungs- und Bestattungszeremonien durchzuführen, sowie die Andachten und Gebetstage abzuhalten.

  5. Ordinierte Geistliche sind berechtigt, das Ornat, die Zeichen und den Titel "Reverend" zu tragen.

  6. Geistliche der Kirche haben die Pflicht, sich um die Gemeindemitglieder in besonderer Weise zu kümmern und ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, ihre seelischen Bedürfnisse zu stillen und ihnen in Nöten beizustehen.

  7. Von den Geistlichen wird besonders erwartet, daß sie in jeder Hinsicht Beispiel der Lehre und Ethik der Scientology geben und ihr Leben entsprechend einrichten.

IV. Gemeinnützigkeit

1. Der Verein kann Mittel, sofern sie ausschliesslich für oben genannte Zwecke verwendet werden, auch für andere steuerbegünstigte Körperschaften bzw. Körperschaften des Öffentlichen Rechts beschaffen und an sie weiterleiten sowie sich an steuerbegünstigten Körperschaften beteiligen oder deren Mitglied werdenoder gemeinnützige Stiftungen zu gründen oder zu finanzieren.

  1. Der Verein verfolgt ausschliesslich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke. Er ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Ziele.

  2. Mittel des Vereins dürfen nur für Zwecke gemäss Statuten verwendeten werden. Die Mitglieder erhalten in ihrer Eigenschaft als Mitglied keine Zuwendungen aus den Mitteln des Vereins. Die Mitglieder dürfen bei ihrem Ausscheiden oder bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins keine Anteile des Vereinsvermögens erhalten. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismässige Vergütungen begünstigt werden.

V. Mitgliedschaft

  1. Mitglied kann jede natürliche oder juristische Person werden, welche Ziel und Zweck des Vereins anerkennen und zu fördern bereit sind.

  2. Der Verein besteht aus Aktivmitgliedern, Fördermitgliedern und Ehrenmitgliedern.

  3. Aktives Mitglied kann jede natürliche Person werden, die im Verein oder einem von ihm geförderten Projekt aktiv mitarbeiten möchte.

  4. Fördermitglied kann jede natürliche oder juristische Person werden, die sich zwar nicht aktiv betätigen, jedoch die Ziele und den Zweck des Vereins fördern und unterstützen möchte.

  5. Zum Ehrenmitglied können natürliche Personen ernannt werden, die sich in besonderer Weise um den Verein verdient gemacht haben. Hierfür ist ein Beschluss der Mitgliederversammlung erforderlich.

  6. Aufnahmegesuche sind schriftlich an die PräsidentIn zu richten. Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand.

VI. Rechte und Pflichten der Mitglieder

  1. Die Mitglieder sind berechtigt, an allen angebotenen Veranstaltungen des Vereins teilzunehmen. Sie haben darüber hinaus das Recht, gegenüber dem Vorstand und der Mitgliederversammlung Anträge zu stellen.

  2. Die Mitglieder sind verpflichtet, den Verein und den Vereinszweck - auch in der Öffentlichkeit - in ordnungsgemässer Weise zu unterstützen sowie die laut gültiger Beitragsordnung zu leistende Zuwendung pünktlich zu zahlen. Sie sind ausserdem dazu verpflichtet, dem Verein Änderungen ihrer Post- und E-Mail-Adresse umgehend mitzuteilen. Für Folgen, die sich daraus ergeben, dass das Mitglied dieser Pflicht nicht nachkommt, haftet das Mitglied und stellt den Verein von jeglicher Haftung frei.

  3. Aktive Mitglieder besitzen das aktive und passive Wahlrecht sowie das Antrags-, Stimm- und Rederecht auf Mitgliedsversammlungen.

  4. Fördermitglieder besitzen das Rede- und Antragsrecht auf Versammlungen, jedoch kein Stimm- oder Wahlrecht.

  5. Ehrenmitglieder sind von der Beitragszahlung befreit und haben ansonsten die gleichen Rechte und Pflichten wie aktive Mitglieder.

  6. Beschlüsse, die das Gesetz oder die Statuten verletzen, kann jedes aktive Mitglied, das nicht zugestimmt hat, von Gesetzes wegen binnen Monatsfrist, nachdem es von ihnen Kenntnis erhalten hat, beim Gericht anfechten.

VII. Beginn und Ende der Mitgliedschaft

  1. Die Mitgliedschaft muss gegenüber dem Vorstand per Briefpost oder E-Mail beantragt werden. Über den Aufnahmeantrag entscheidet der Vorstand mit einfacher Stimmenmehrheit. Der Vorstand ist nicht verpflichtet, dem Antragsteller Ablehnungsgründe mitzuteilen. Der abgelehnte Antragsteller kann den Schiedsrichter anrufen, abschliessend über seinen Mitgliedsantrag zu entscheiden.

  2. Die Mitgliedschaft endet durch

  • freiwilligen Austritt,

  • Ausschluss,

  • Tod des Mitglieds oder

  • Verlust der Rechtsfähigkeit bei juristischen Personen.

  1. Der Austritt muss durch schriftliche Kündigung zum Ende des Geschäftsjahrs unter Einhaltung einer halbjährigen Frist gegenüber dem Vorstand erklärt werden (gem. Art. 70 ZGB). Auf ausdrücklichen Wunsch kann der Austritt auch fristlos erfolgen, in diesem Falle sind aber dennoch die vollständigen Gebühren des laufenden Geschäftsjahres zu bezahlen.

  2. Der Ausschluss eines Mitglieds mit sofortiger Wirkung und aus wichtigem Grund kann dann ausgesprochen werden, wenn das Mitglied in grober Weise gegen die Statuten, den Statutenzweck, die Schriften von L. Ron Hubbard oder die Vereinsinteressen verstösst. Über den Ausschluss eines Mitglieds entscheidet der Vorstand auf der Basis eines erfolgten Schiedsverfahrens, das gemäß den Richtlinien von L. Ron Hubbard vom Schiedsrichter einberufen und von Mitgliedern abgehalten wurde. In diesem Schiedsverfahren hat das Mitglied die üblichen Rechte auf eine Verteidigung. Gegen das Urteil des Schiedsrichters kann beim Vorstand Revision eingelegt werden, der dann ein Revisionsverfahren der endgültigen Instanz einberuft und abhält.

  3. Bei Beendigung der Mitgliedschaft, gleich aus welchem Grund, erlöschen alle Ansprüche aus dem Mitgliedsverhältnis. Eine Rückerstattung von Beiträgen, Spenden oder sonstigen Unterstützungsleistungen ist grundsätzlich ausgeschlossen. Der Anspruch des Vereins auf rückständige Beitragsforderungen bleibt hiervon unberührt.

  4. Die Mitgliedschaft endet durch Streichung, wenn die Mitgliedsbeiträge nicht ordnungsgemäss entrichtet wurden. Wenn die Mitgliedsbeiträge in der ordentlichen Zahlungsfrist nicht eingehen, erfolgt eine erste Mahnung. Dieser folgt, nicht vor Ablauf von 30 Tagen, eine zweite Mahnung. Die Streichung erfolgt frühestens zwei Wochen nach Versand der zweiten Mahnung. Alle Mahnungen haben schriftlich zu erfolgen. Der Vorstand bestimmt die Person oder Personen, in deren Kompetenz und Verantwortung die Streichung von Mitgliedern liegt, durch einfachen Beschluss. Die Streichung wird dem betroffenen Mitglied schriftlich sowie dem Gesamtvorstand in geeigneter Form zur Kenntnis gebracht.

  5. Ein Mitglied kann unter Vorlage von Beweisen seiner Aktivitäten beim Vorstand den Antrag auf Anerkennung als aktives Mitglied stellen. Der Vorstand entscheidet über den Antrag. Ein solcher Vorstandsbeschluss kann von der Mitgliederversammlung revidiert werden.

VIII. Mitgliedsbeiträge

Die Höhe der jährlichen Mitgliederbeiträge beträgt maximal 100 CHF, wenn nicht anders von der Mitgliederversammlung beschlossen.

Die Mitgliederversammlung beschliesst den Jahresbeitrag und die Beitragsordnung.

Mitglieder können darüberhinaus freiwillig für gewünschte Dienste wie Ausbildung und Auditing weitergehende Spendenbeiträge entrichten. Der Vorstand beschliesst dafür die „Gebührenordnung“.

 

IX. Organe des Vereins

Organe des Vereins sind

  1. die Mitgliederversammlung,

  2. der Vorstand,

  3. der Schiedsrichter,

  4. Arbeitsgruppen (fakultativ),

  5. die Revisionsstelle (fakultativ).

X. Mitgliederversammlung

  1. Oberstes Organ des Vereins ist die Mitgliederversammlung. Die Mitgliederversammlung hat über grundsätzliche Fragen und Angelegenheiten des Vereins zu beschliessen.

  2. Sie hat insbesondere folgende Aufgaben:

    1. Vorstandsmitglieder, Schiedsrichter und Revisionsstelle wählen,

    2. Den Jahresbericht, die Jahresrechnung und der Bilanz und den Bericht der Revisionsstelle genehmigen,

    3. Das Jahresbudget genehmigen,

    4. Den Vorstand und die Revisionsstelle entlasten,

    5. Den jährlichen Mitgliederbeitrag festlegen,

    6. Die Statuten und Statutenänderungen genehmigen,

    7. Über vorliegende Anträge beraten und entscheiden,

    8. Über Sachgeschäfte, welche ihr der Vorstand vorlegt, zu beraten und entscheiden,

    9. Über die allfällige Auflösung des Vereins beschließen.

  3. Die Mitgliederversammlung ist bei Bedarf vom Vorstand einzuberufen.

  4. Der Vorstand hat eine ausserordentliche Mitgliederversammlung unverzüglich und unter genauer Angabe von Gründen einzuberufen:

  • gemäß Vorstandsbeschluss, wenn es das Interesse des Vereins erfordert oder

  • wenn mindestens 20% der Mitglieder, jedoch mindestens 10 Mitglieder dies schriftlich unter Angabe des Zwecks und der Gründe vom Vorstand verlangt oder

  • auf Antrag der Revisionsstelle.

  1. Eine Einladung zur Mitgliederversammlung muss mindestens sechs Wochen vorher per Veröffentlichung auf der Vereinswebsite und zusätzlichem E-Mail-Rundbrief an die dort eingetragenen Mitglieder oder ersatzweise per Briefpost, unter Angabe der Tagesordnung und bereits vorliegender Anträge, erfolgen. Einsprüche gegen die Tagesordnung und Wahlvorschläge sowie eigene Anträge der Mitglieder müssen beim Vorstand spätestens drei Wochen vor der Mitgliederversammlung eingegangen sein.

  2. Spätere – auch während der Mitgliederversammlung gestellte – Anträge, ausgenommen Statutenänderungen, müssen auf die Tagesordnung gesetzt werden, wenn in der Mitgliederversammlung die Mehrheit der erschienenen stimmberechtigten Mitglieder der Behandlung der Anträge zustimmt (Dringlichkeitsanträge).

  3. Beschlüsse der Mitgliederversammlung werden in einem Protokoll festgehalten und allen Mitgliedern innerhalb von 60 Tagen nach der Mitgliederversammlung per Rund-eMail und ggfs. per Vereinswebsite oder ersatzweise per Brief zugänglich gemacht. Es wird von der nächsten ordentlichen Mitgliederversammlung genehmigt.

  4. Die schriftliche Zustimmung aller Mitglieder zu einem Antrag ist einem Beschlusse der Vereinsversammlung gleichgestellt. (Art 66 3.a 2 ZGB ). Dies kann insbesondere über geschlossene Mitgliederforen auf der Vereinswebsite nach Diskussion im Forum realisiert werden. Das Verfahren dazu entwirft und beschließt der Vorstand.

XI. Stimmrecht und Beschlussfähigkeit

  1. Jedes stimmberechtigte Mitglied hat eine Stimme.

  2. Das Stimmrecht ist übertragbar. Stellvertretung ist nur durch ein anderes abstimmungsberechtigte Vereinsmitglied zulässig.

  3. Die Abstimmung erfolgt nur dann geheim, wenn dies ausdrücklich von der Mehrheit der anwesenden Mitglieder verlangt wird.

  4. Jede ordnungsgemäss einberufene Mitgliederversammlung ist beschlussfähig.

  5. Die Mitgliederversammlung fasst ihre Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der abgegebenen und gültigen Stimmen. Bei Stimmengleichheit gilt der gestellte Antrag als abgelehnt.

  6. Für Statutenänderungen und Beschlüsse zur Auflösung des Vereins ist eine Zweidrittelmehrheit der abgegebenen Stimmen erforderlich.

  7. Fördermitglieder haben kein Stimmrecht.

  8. Jedes Mitglied ist von Gesetzes wegen vom Stimmrechte ausgeschlossen bei der Beschlussfassung über ein Rechtsgeschäft oder einen Rechtsstreit zwischen ihm, seinem Ehegatten oder einer mit ihm in gerader Linie verwandten Person einerseits und dem Vereine anderseits.

XII. Vorstand

  1. Die Mitglieder des Vorstandes werden von der Mitgliederversammlung für ein Jahr gewählt. Mehrmalige Wiederwahl ist möglich. Die Amtszeit des alten Vorstands endet 60 Tage nach der Neuwahl. Dem neu gewählten Vorstand ist bis zur Amtsübernahme Einblick in die Geschäfte des amtierenden Vorstands zu geben, um eine ordnungsgemässe Übergabe zu gewährleisten.

  2. Der Vorstand hat die Pflicht und das Recht alle Massnahmen zu ergreifen, die den Vereinszielen und den Richtlinien von L. Ron Hubbard entsprechen, soweit diese nicht den Beschlüssen der Mitgliederversammlung widersprechen.

  3. Der Vorstand setzt sich zusammen aus:

  • PräsidentIn

  • VizepräsidentIn

  • SchriftführerIn

  • SchatzmeisterIn

  • SchiedsrichterIn

  • LeiterIn für die Öffentlichkeit

Ämterkumulation ist zulässig.

  1. Eine Vorstandssitzung wird auf Antrag der PräsidentIn oder auf Verlangen eines Vorstandsmitgliedes einberufen.

  2. Der Vorstand beschliesst mit einfacher Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit trifft die PräsidentIn den Stichentscheid. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte seiner Mitglieder an der Abstimmung teilnehmen. Beschlüsse des Vorstands werden in einem Sitzungsprotokoll niedergelegt. Dieses Protokoll ist den aktiven Mitgliedern spätestens zwei Monate nach Beschluss per eMail zugänglich zu machen. Im übrigen konstituiert sich der Vorstand selbst.

  3. Scheiden Vorstandsmitglieder während der Amtsdauer aus, ergänzt sich der Vorstand von selbst. Solche Wahlen sind an der nächsten Hauptversammlung zur Bestätigung vorzulegen.

  4. Der Vorstand erledigt oder delegiert alle Vereinsgeschäfte, die nicht durch die Statuten anderen Organen zugewiesen sind. Er kann Budgetüberschreitungen beschliessen, solange der Verein dadurch nicht zahlungsunfähig wird.

  5. Dem Vorstand stehen grundsätzlich alle Befugnisse zu, welche nicht ausdrücklich der Hauptversammlung vorbehalten sind. Es sind dies insbesondere:

a) Vorbereitung und Durchführung der ordentlichen und ausserordentlichen Haupt-

versammlungen

b) Ausarbeiten von Statuten, Anträgen und Reglementen

c) Aufnahme und Ausschluss von Mitgliedern.

  1. Der Vorstand vertritt den Verein nach aussen.

  2. Der Vorstand legt der Mitgliederversammlung über seine Tätigkeiten Rechenschaft ab.

  3. Rechtsverbindlich für den Verein zeichnen jeweils zwei Mitglieder des Vorstandes.

  4. Die Haftung des Vorstands beschränkt sich auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.

XIII. Der Schiedsrichter

Alle Streitigkeiten zwischen Mitgliedern, ob mit oder ohne Funktion, müssen vor den Schiedsrichter gebracht und entschieden werden, bevor ein Mitglied ein anderes vor anderen Gerichten verklagen darf oder sich mit seinen Vorwürfen an die Öffentlichkeit wenden darf.

Sollte der gewählte Schiedsrichter selbst Partei sein, bestimmt der Vorstand ein anderes Mitglied für die Ausübung dieser Funktion.

Es sind die Richtlinien von L. Ron Hubbard für diese Schiedsverfahren anzuwenden, damit alle Parteien zu ihrem Recht kommen können.

Wenn alle betroffenen Parteien damit einverstanden sind, kann der Schiedsrichter das Verfahren schriftlich führen oder vorbereiten.

XIV. Revisionsstelle

  1. Der Verein muss seine Buchführung durch eine Revisionsstelle ordentlich prüfen lassen, wenn zwei der nachstehenden Grössen in zwei aufeinander folgenden Geschäftsjahren überschritten werden (Art. 69b ZGB): so muss der Verein seine Buchführung durch eine von der Hauptversammlung gewählte Revisionsstelle ordentlich prüfen lassen:

a) Bilanzsumme von 10 Millionen Franken;

b) Umsatzerlös von 20 Millionen Franken;

c) 50 Vollzeitstellen im Jahresdurchschnitt.

  1. Sind vorstehende Kriterien nicht erfüllt, so muss dennoch eine Revisionsstelle gewählt werden, welche die Buchführung eingeschränkt prüft, wenn ein Vereinsmitglied, das einer persönlichen Haftung oder einer Nachschusspflicht unterliegt, dies verlangt. Diese Nachschusspflicht besteht jedoch nicht in offenen Mitgliedsbeiträgen oder versprochenen Spenden, sondern ergibt sich z.B. aus übernommenen Bürgschaften etc.

  2. Sind die vorstehenden Kriterien nicht erfüllt kann auf Antrag eines Mitglieds und bei Mehrheitsbeschluß der Mitgliederversammlung trotzdem eine Revisionsstelle einberufen werden, wenn sich für diese Arbeit ehrenamtliche Mitglieder bereit erklären.

  3. Die Revisionsstelle besteht aus zwei Rechnungsrevisoren, die nicht dem Vorstand angehören und nicht Angestellte des Vereins sind. Sie werden an der Mitgliederversammlung für ein Jahr gewählt. Mehrmalige Wiederwahl ist möglich.

  4. Die Revisionsstelle prüft Bücher und Kasse, wenn sie diese Aufgabe nicht an eine Treuhandstelle delegiert und erstattet der Mitgliederversammlung jährlich Bericht mit begründetem Antrag auf Genehmigung oder Nichtgenehmigung der Jahresrechnung.

  5. Die Revisionsstelle kann jederzeit sämtliche Buchhaltungsunterlagen einsehen.

  6. Als Revisionsstelle können eine oder mehrere natürliche oder juristische Personen oder Personengesellschaften gewählt werden. Die Revisionsstelle muss nach Art. 69b Abs. 3 ZGB i.V.m. 728 bzw. 729 OR unabhängig sein.

  7. Die Revisionsstelle muss ihren Wohnsitz, ihren Sitz oder eine eingetragene Zweigniederlassung in der Schweiz haben. Hat der Verein mehrere Revisionsstellen, so muss zumindest eine diese Voraussetzungen erfüllen.

  8. Ist der Verein zur ordentlichen Revision verpflichtet, so muss die Hauptversammlung als Revisionsstelle einen zugelassenen Revisionsexperten bzw. ein staatlich beaufsichtigtes Revisionsunternehmen nach den Vorschriften des Revisionsaufsichtsgesetzes vom 16. Dezember 2005 wählen.

  9. Ist der Verein zur eingeschränkten Revision verpflichtet, so muss die Hauptversammlung als Revisionsstelle einen zugelassenen Revisor nach den Vorschriften des Revisionsaufsichtsgesetzes vom 16. Dezember 2005 wählen.

  10. Die Revisionsstelle wird für ein Geschäftsjahr gewählt. Ihr Amt endet mit der Abnahme der letzten Jahresrechnung. Eine Wiederwahl ist möglich. Eine Abberufung ist jederzeit und fristlos möglich.

XV. Finanzen

  1. Der Vorstand führt Buch über die Einnahmen und Ausgaben sowie über die Vermögenslage des Vereins. Ist der Verein zur Eintragung in das Handelsregister verpflichtet, so finden die Vorschriften des Obligationenrechts über die kaufmännische Buchführung Anwendung. (Art 69a ZGB)

  2. Das Vermögen des Vereins bildet sich aus den Mitgliederbeiträgen, Überschüssen der Betriebsrechnung, aus allfälligen Schenkungen, Spenden, Veranstaltungsbeiträgen und Vermächtnissen.

  3. Für die Verpflichtungen des Vereins haftet ausschließlich das Vereinsvermögen. Eine persönliche Haftung der Vereinsmitglieder für die Verbindlichkeiten des Vereins ist ausgeschlossen.

  4. Mitglieder, deren Mitgliedschaft vor einer allfälligen Auflösung des Vereins erlischt, haben keinen Anspruch auf das Vereinsvermögen.

  5. Das Geschäftsjahr fällt mit dem Kalenderjahr zusammen. Auf den 31. Dezember wird die Jahresrechnung abgeschlossen und ein Inventar erstellt.

XVI. Statutenänderung

  1. Für die Statutenänderung ist die Anwesenheit von mindestens drei Vierteln aller Mitglieder erforderlich. Erreicht die Zahl der Stimmberechtigten die erforderliche Wähler-Verhältniszahl nicht, so ist innerhalb von sechs Wochen eine zweite Hauptversammlung mit der gleichen Tagesordnung einzuberufen. Diese ist beschlussfähig, ohne Rücksicht auf die Zahl der Mitglieder.

  2. Für die Annahme eines Antrages auf Statutenänderung ist Dreiviertel-Mehrheit notwendig.

XVII. Auflösung des Vereins

  1. Für den Beschluss zur Auflösung des Vereins ist die Anwesenheit von mindestens drei Vierteln aller Mitglieder erforderlich. Erreicht die Zahl der Stimmberechtigten die erforderliche Wähler-Verhältniszahl nicht, so ist innerhalb von sechs Wochen eine zweite Hauptversammlung mit der gleichen Tagesordnung einzuberufen. Diese ist beschlussfähig, ohne Rücksicht auf die Zahl der Mitglieder.

  2. Für die Annahme eines Antrages auf Auflösung des Vereins ist eine Dreiviertel-Mehrheit notwendig.

  3. Die Auflösung erfolgt auch von Gesetzes wegen, wenn der Verein zahlungsunfähig ist, sowie wenn der Vorstand nicht mehr statutengemäss bestellt werden kann. (Art 77.2 ZGB)

  4. Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall seiner bisherigen gemeinnützigen Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an eine Körperschaft des öffentlichen Rechts oder an eine als steuerbegünstigt besonders anerkannte Körperschaft zwecks Verwendung im Sinne der Statuten. Den Empfänger bestimmt die Mitgliederversammlung zugleich mit dem Beschluss zur Auflösung des Vereins.

  5. Als Liquidatoren amten die Vorstandsmitglieder, soweit die Mitgliederversammlung nichts anderes abschliessend beschliesst.

Diese Statuten wurden in der vorliegenden Form an der Gründerversammlung genehmigt.

Oberägeri, 27. Dezember 2009



 

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